Praesensorium
Gegenwart Spielart
Denkart Kursart
Bildart Lebensart
Tonart Verbindungsart
Schreibart Bewegungsart
SpielART

Spielart ist die Kunst, jeden Tag in ein neues Spiel zu finden.

Was Albrecht Walter gegenwartend, spielerisch auf der Bühne entwickelt, kann weder unter "Theater" noch unter "Performance" eingeordnet werden. Sein poetisch improvisierendes "Kunstspiel" ist pure Handlungspräsenz ("Ist das Sein des Menschen nicht ganz und gar Akt und Operation, poiesis, das heißt Poesie." V. Jankélévitch).
Dabei lässt er sich von selbstgebauten, gar wunderlichen Figurinen und seinem "Instrumensurium poeticum" zu poesierlichen Gedanklichkeiten und Gesten inspirieren, die zwischenzeitlich von improvisierten Tönen seiner "TonArt" "durchklungen" werden. Das Magische seines Spiels ist "die Dehnung des Augenblicks", wie es ein Zuschauer mal genannt hat.
Alle Handlungen sind meist "durchfeuchtet" von einem zartlächelnden Humor, der in der Lage ist, alltäglich Profanes in wundersam philosophische Tiefen einsickern zu lassen - in "Lichtblicke lächelnder Schatten".

"...: dieTangente der Intuition mit dem Unberührbaren hat selbst unberührbare Folgen; es ist eine Einführung, die nichts einführt, ein Treffen ohne Zukunft oder sichtbare Folgen; und die alleinige Botschaft, die sie uns hinterlässt, ist nicht eine Bereicherung, sondern ich weiß nicht was Unbestimmtes, eine unwägbare Berührung; und dieses Berühren ohne sichtbare Stigmen wird unser Leben im Nachhinein verändert haben." (Vladimir Jankélévitch in "Irgendwo im Unvollendeten")