Praesensorium
Gegenwart Spielart
Denkart Kursart
Bildart Lebensart
Tonart Verbindungsart
Schreibart Bewegungsart
Praesensorium


"Gegenwartende Kunst provoziert ein kurzes Innehalten vor dem bewußten Sein."

Wie ein Laboratorium ein wissenschaftlicher Forschungsraum ist, so ist ein Praesensorium ein künstlerisch/poetischer Forschungsraum.

"Den Boden eines vorgestellten Praesensoriums bildet ein tief durchschwärztes Quadrat. Die Wände und die Decke leuchten weißlich. Die Übergänge von Boden und Decke zu den Wänden bleiben unsichtbar. Der Raum selbst scheint ungegenständlich zu sein."

Die Arbeit dort bewegt sich spielerisch im "gegenwartenden" (präsenten) Bewußtsein (Sensorium), im aktiven Warten gegen die Zeit. Dieser ständig neu zu schaffende Gegenwartsraum des creativen Handelns und Denkens wird getragen von einer energetisch aufgeladenen Leere, bzw. Pause zwischen den Zeiten der Vergangenheit und der Zukunft. Alles, was hier lebt, ernährt sich aus der Wahrnehmung (sensus) des Daseins (Präsenz) im "momento fuori" (im Moment ausserhalb von Gewohnheit und Erwartung), im vorbewußten, präsensiblen Augenblick, also im "kurzen Innehalten vor dem bewußten Sein" als "poetische Ahnung".

    humoricum

Der Humor ist das flüssig, feuchte "Koboldinum" zwischen dem Praesens und dem Sensorium. Er sorgt dafür, dass das Bewußtsein von Gegenwart nicht in abstrakter Unterkühlung intellektualisiert wird, sondern in gefühlt blutwarmer Temperatur in poesierendem Fluss bleibt.