Praesensorium
Gegenwart Spielart
Denkart Kursart
Bildart Lebensart
Tonart Verbindungsart
Schreibart Bewegungsart
Gegenwarten

"Das Wasser, dass du in Flüssen berührst,
ist das letzte von dem was vergangen ist,
und das erste von dem was kommt.
Ebenso ist es mit der gegenwärtigen Zeit."
(Leonardo da Vinci 1452 - 1519)

"Wir halten uns niemals an die Gegenwart. Wir nehmen die Zukunft voraus, da sie zu langsam kommt, gleichsam um ihren Lauf zu beschleunigen; und wir rufen die Vergangenheit zurück , um sie aufzuhalten, weil sie zu stürmisch entschwindet: so unklug sind wir , daß wir in den Zeiten umherirren, die nicht unser sind, und nicht an die einzige denken, die uns gehört; und so eitel, daß wir an die denken, die nichts mehr bedeuten, und ohne Überlegung der einzigen, die da ist,entfliehen. ... Ein jeder prüfe seine Gedanken: er wird sie alle mit der Vergangenheit oder mit der Zukunft beschäftigt finden. Wir denken fast garnicht an die Gegenwart; und wenn wir daran denken, dann nur, damit wir aus ihr eine Einsicht erlangen, um über die Zukunft zu verfügen. Die Gegenwart ist nie unser Ziel: die Vergangenheit und die Gegenwart sind unsere Mittel; die Zukunft allein ist unser Ziel. So leben wir nie, sondern wir hoffen zu leben, und während wir uns immer in Bereitschaft halten, glücklich zu sein, ist es unvermeidlich, daß wir es nie sind."
(Blaise Pascal 1623 - 1662)

"Wenn wir auch im Leben alles tun, um der Angst zu entgehen, in der Kunst müssen wir uns doch auf sie einlassen. Das ist schwer. Ungeachtet unserer Herkunft zieht uns alles in unserem Leben und in der Kultur von ihr weg. Doch da ist dieses Gefühl einer unmittelbar vor uns liegenden Gefahr. Und wir erkennen, dass diese vor uns liegende Gefahr weder die Vergangenheit noch die Zukunft ist, sondern es sind einfach - die nächsten zehn Minuten."
(Boris Pasternak 1890 - 1960)

"Gegenwart ist nicht das Flüchtige und Vorübergehende, sondern das Gegenwartende und Gegenwährende."
(Martin Buber 1878 - 1965)

"...: das Noch-Nicht des Sinns und das Nicht-Mehr des Seins gehen im ewigen Jetzt der schöpferischen Freude auf."
(Vladimir Jankélévitch 1903 - 1985)